Matthias Laurenz Gräff. Triptychon „Der griechische Altar. Merkel und Schäuble als falsche Caritas“

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Der griechische Altar. Merkel und Schäuble als falsche Caritas, Öl auf Leinwand, 120×80 cm / 80×100 cm / 120×80 cm, 201

Das Triptychon nimmt sich eines aktuellen politischen Themas an und behandelt die drastische finanzielle Schieflage des griechischen Staates und dessen Volkes sowie dessen Verhältnisses zu Deutschland.


Der unterstehende Mittelteil zeigt die mythologische Figur “Atlas“, der die Weltkugel auf seinen Schultern trägt; er steht einerseits für die klassische Tradition der Griechen, andererseits für die aktuelle Last, die das griechische Volk aufgrund der Finanz- und Schuldenkrise zu bewältigen hat. Daneben positioniert finden sich diverse Impressionen Griechenlands wieder; linker Hand die Meeresklippen über der Bucht von Zakynthos, oberhalb dem Oia auf Santorin thront; rechter Hand die Akropolis von Athen über einem wellenbespülten Strand.


Die beiden oben angeordneten Seitenteile prangern die in dieser Krise mitbeteiligten deutschen Politiker Angela Merkel und Wolfgang Schäuble als “falsche Caritas“ an, die maßgeblich mitverantwortlich waren, als man dem griechischen Staat als scheinbare Wohltat ein Sparprogramm aufhalste, um dadurch andererseits die europäischen Banken retten zu können. Der linke Teil mit der deutschen Kanzlerin Merkel versinnbildlicht sie als traditionelle Caritasfigur, die sich mit ihrer linken Hand auf eine Weltkugel stützt. Dies ist auch ein Verweis auf die dominante Politik seitens Deutschlands, die Europa widerfährt, und die auch auf eine in wirtschaftlicher Sicht ausgerichtete globale Dominanz hinausgeht. Am rechten Teil ist der deutsche Finanzminister Schäuble dargestellt, der mit seinen Forderungen nach einem rigorosen Sparkurs dem griechischen Volk ebenfalls als “falsche Caritas“ entgegentritt. Auch seine linke Hand ruht auf einer Weltkugel, was auch hier den Machtanspruch deutscher Politik untermauert. Die Waffen, die auf beiden Seitenteilen sichtbar werden, symbolisieren die deutsche Militärausrüstung, die an Griechenland verkauft wird. In der Mitte der beiden Teile wird ein Christuskreuz sichtbar, das diese ganze Szene konterkariert, und sich auch als traditionelles Altarzeichen im Kontext der Caritasdarstellung verstehen lässt.

 

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